Glossar für Wirtschaftsplanspiele
Absatz
Absatz ist die Menge oder der Wert verkaufter Waren. Auch der Verkaufsvorgang selbst wird als Absatz bezeichnet.
Abschreibung
Unter Abschreibung wird die rechnerische Erfassung einer im Laufe der jeweiligen Rechnungsperiode eingetretenen Minderung des Vermögenswertes eines Wirtschaftsgutes und ihrer Verrechnung als Aufwand bzw. Kosten verstanden.
AfA
siehe Abschreibung
Aktie
Eine Aktie ist ein (Börsen-) Wertpapier, mit dem der Eigentumsanteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft ist.
Aktienkurs
Preis einer Aktie
Aktiengesellschaft (AG)
Eine Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft und eine typische Rechtsform für Großunternehmen. Bei einer AG ist die Haftung der Gesellschafter (Aktionäre) auf das Grundkapital beschränkt. Derzeit müssen von den Gesellschaftern mindestens 50.000 Euro Grundkapital aufgebracht werden. Gegründet werden kann eine Aktiengesellschaft von nur einer Person, sie benötigt jedoch einen Vorstand und einen Aufsichtsrat.
Aktivtausch
Als Aktivtausch werden Buchungen auf einem Bestandskonto bezeichnet, die nur eine Seite der Bilanz, nämlich die Aktiva, ändern. Beim Aktivtausch nimmt ein Aktivposten zu und ein anderer Aktivposten in gleicher Höhe ab. Beispiel für Aktivtausch: Kauf von Vorräten und Bezahlung aus Kasse und Bankguthaben.
Aktiva
Die Aktiva sind die Vermögenswerte des Unternehmens, die auf der linken Seite (Soll-Seite) der Bilanz ausgewiesen sind. Diese Vermögenswerte werden in Anlage- und Umlaufvermögen unterschieden.
Amortisation
Amortisation ist die Wiederfreisetzung von gebundenem Kapital zu dem Zeitpunkt, in dem die laufenden Einnahmen die Anfangsinvestitionen übersteigen.
Amortisationsdauer
Zeitdauer, in der die investierten Geldmittel zu 100% zurückgeflossen sind. Die Amortisationsdauer ist ein wesentliches Kriterium für Investitionsentscheidungen.
Amortisationsrechnung
Die Amortisationsdauer sowie der Amortisationszeitpunkt werden mit Hilfe der Amortisationsrechnung ermittelt. Sie Amortisationsrechnung ist ein wichtiges Instrument zur Entscheidungsfindung für oder gegen eine Investition. Wenn die Kosten einer Entscheidung durch Rückflüsse ausgeglichen werden, hat sich die Investition amortisiert.
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen ist dazu bestimmt, langfristig der betrieblichen Leistungserstellung zu dienen und die technische Betriebsbereitschaft zu sichern. Mit Ausnahme von Grund und Boden wird das Anlagevermögen durch ständige Teilnahme am Produktionsprozess abgenützt.
Aufwand
Aufwand ist der als Minderung des Eigenkapitals in der Finanzbuchhaltung erfasste Verbrauch von Gütern und DL für unternehmerische Zwecke. Der Gegenbegriff, das positive Rechenelement, ist der Ertrag. Die Differenz zwischen allen Aufwendungen und Erträgen einer Periode ergibt den Periodenerfolg.
Assets
Assets ist die englische Bezeichnung für Aktiva bzw. Vermögen.
Ausgabe
Gegenwert in Geld der eingekauften Güter und Dienstleistungen, das die Verminderung des Geldvermögensbestandes misst, also des Zahlungsmittelbestandes und Bestandes an Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten. Der Gegenbegriff ist die Einnahme.
Auszahlung
Auszahlung ist ein Begriff aus der Finanzbuchführung, der zu den Grundbegriffen des Rechnungswesens zählt und die Verringerung der Zahlungsmittel (Bargeld sowie jederzeit verfügbares Bankguthaben) einer Unternehmung erfasst. Der Gegenbegriff ist die Einzahlung. Beispiele für Auszahlungen sind: Barkauf von Produktionsfaktoren, Überweisung von Löhnen und Gehältern, Barentnahme einesGesellschafters einer Personengesellschaft .
Balanced Scorecard
Die Balanced Score Card (ausgewogenes Kennzahlensystem bzw. ausgewogener Berichtbogen) ist ein unternehmerisches Steuerungsinstrument. Die BSC ergänzt die traditionellen finanziellen Kennzahlen um drei weitere strategisch wichtige Perspektiven: Kunden, Prozesse und Mitarbeiter.
Bank
Bank ist ein umgangssprachlicher Begriff für die in § 1 Kreditwesengesetz (KWG) genannten Unternehmen, die Bankgeschäfte betreiben, wenn der Umfang dieser Geschäfte einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.
Barwert
Der Barwert (Net Present Value) ist ein mit Hilfe der Abzinsung ermittelter Wert einer zukünftigen Zahlungsreihe (Kapitalwert, Kapitalwertmethode).
BCG-Matrix
Siehe Marktanteils-/Marktwachstumsportfolio
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis stellt das Ergebnis der betrieblichen oder operativen Tätigkeit dar.
Bilanz
Die Bilanz gibt Auskunft über die in Geld gemessene Größe, Art und Zusammensetzung des Vermögens einer Unternehmung in einem genau bestimmten Zeitpunkt und stellt fest, mit wie viel eigenem und fremdem Kapital das Vermögen finanziert worden ist.
Bilanzpolitik
Bilanzpolitik ist die zielgerichtete Einflussnahme auf die Geschäftsvorfälle und die Darstellung der Unternehmenslage im Jahresabschluss innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Break-Even-Analyse
Gegenüberstellung der Erlös- und Kostenfunktion einer Investition bzw. eines Unternehmens zur Ermittlung der Menge, ab der die Investition bzw. das Unternehmen in die Gewinnzone kommt, d.h. die Erlöse größer werden als die Kosten. Neben der grafischen Ermittlung kommt die analytische Gleichsetzung der Erlös- und Kostenfunktion zu demselben Ergebnis.
Break-Even-Point
Der Break-Even-Point – auf Deutsch: der tote Punkt, die Gewinnschwelle – markiert den Übergang des Unternehmens aus der Verlust- in die Gewinnzone und umgekehrt. Am Break-Even-Point sind alle Kosten des Unternehmens, also sowohl die Fixen Kosten als auch die Variablen Kosten gedeckt.
Bruttoergebnis
Umsatzerlöse abzüglich Herstellkosten
CAPM (Capital Asset Pricing Model)
Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) ist eine Methode zur Ermittlung des Eigenkapitalkostenansatzes aus dem risikofreien Anlagezinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Eigenkapitalkostenansatz = risikofreier Anlagezinssatz + Risikoprämie
Capital Employed
Das Capital Employed, das langfristig gebundene Kapital, ist die Zusammenfassung des Anlagevermögens und des Working Capitals.
Cash Flow
Der Cash Flow zeigt, um welchen Betrag die flüssigen Mittel eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gestiegen (positiver Cash Flow) oder gesunken (negativer Cash Flow) sind.
Cash-Flow-Return on Investment (CFROI)
Der CFROI ist definiert als interner Zinssatz, der sich bei der Gegenüberstellung der Bruttoinvestitionsbasis mit den über die durchschnittliche Nutzungsdauer des abnutzbaren Anlagevermögens erzielbaren Cash Flows ergibt.
Corporate Governance
Corporate Governance ist der Verhaltenskodex (Leitlinien) für die gute Unternehmensführung, international auch als Regeln für „Corporate Behavior“ bezeichnet. Zentrales Thema der Corporate Governance ist das Verhältnis zwischen Aktionären als Eigentümer (Prinzipalen), dem Verwaltungsrat (VR) und der operativen Geschäftsleitung (GL). Es geht um die Kontrolle der Unternehmensspitze im Interesse der Eigner.
Darlehen
Darlehen ist gleichbedeutend mit Kredit. Der Darlehengeber stellt (Fremd-) Kapital bereit und im Gegenzug verpflichtet sich der Darlehennehmer zu einer termingerechten Zins- und Tilgungszahlung, meist auf Basis eines Tilgungs- bzw. Annuitätenplans.
Days Inventory Outstanding (DIO)
DIO ist eine wichtige Kennzahl des Working Capital Managements und gibt die Dauer der Lagerhaltung an. Ziel ist es die Dauer der Lagerhaltung zu reduzieren.
Days Payable Outstanding (DPO)
Die DPO ist eine wichtige Kennzahl des Working Capital Management und gibt an, wie lange das Unternehmen Kredit bei seinen Lieferanten in Anspruch nehmen kann. Ziel muss es sein, die durchschnittlichen Lieferantenverbindlichkeiten in Tagen zu erhöhen.
Days Sales Outstanding (DSO)
Die DSO, auch als Forderungslaufzeit bezeichnet, ist eine wichtige Kennzahl des Working Capital Management und gibt die durchschnittlichen Tage an, die vom Zeitpunkt der Rechnungsstellung bis zum Zahlungseingang vergehen. Diese Kennzahl dient als Effizienzgröße für das Mahnwesen eines Unternehmens. Ziel muss sein die DSO so gering wie möglich zu halten.
Deckungsbeitrag
Der Deckungsbeitrag ist eine Rechnungsgröße aus der Kostenträgerechnung, die durch die Differenz der variablen Kosten von den Erlösen des Gesamtunternehmens, von Produktgruppen oder einzelnen Produkten ermittelt wird.
Deckungsbeitragsrechnung
Die Deckungsbeitragsrechnung ist ein Rechenverfahren der Kostenrechnung, insbesondere der Kostenträgerrechnung, bei der von den Erlösen die variablen Kosten insgesamt oder stufenweise subtrahiert werden, um eine Größe (Deckungsbeitrag) zu ermitteln, die zur Deckung der Fixen Kosten zur Verfügung steht.
Discounted Cash Flow
Mit dem Discounted Cash Flow (Discounted Cash Flow-Methode) wird der ökonomische Zukunftswert eines Unternehmens bestimmt. Der zukunftswert berechnet die Summe der abgezinsten freien künftigen Cash Flows.
Distributionspolitik
Ist ein wichtiger Bestandteil des Marketingmixes und gestaltet alle Entscheidungen bezüglich der Frage, wie die Produkte vom Hersteller zum Endabnehmer gelangen. Dabei sind folgende Aufgaben zu erfüllen: Wahl des Absatzweges, Wahl des Absatzorgans und Frage der Logistik.
Dividende
Die Dividende ist die Gewinnbeteiligung an einem Unternehmen. Sie ist die Ertragskomponente an einer Geldanlage in Aktien. In der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft wird über den Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung abgestimmt.
DuPont-Matrix bzw. DuPont-Kennzahlensystem
Die DuPont-Matrix ist ein Kennzahlensystem, das bereits 1919 im amerikanischen Konzern DuPont de Nemours eingeführt wurde und inzwischen in verschiedenen Versionen und Ergänzungen in der Praxis weit verbreitet ist.
Durchlaufzeit
Durchlaufzeit umfasst die Zeitspanne, die ein Werkstück vom Eintritt in den Fertigungsbereich bis zu dessen endgültiger Fertigstellung und Übergabe an den Vertriebsbereich benötigt.
EBIT (Earning Before Interest and Taxes)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern = Betriebsergebnis
EBITDA (Earning Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibung auf immaterielles Vermögen wie Beteiligungen oder Firmenwerte.
Eigenkapital
Eigenkapital sind finanzielle Mittel, die der Unternehmung von den rechtlichen Eigentümern zur Verfügung gestellt werden. Das bilanzielle Eigenkapital ergibt sich aus der Differenz der Buchwerte aller Aktiva abzüglich aller Schulden. Bei Kapitalgesellschaften setzt sich das Eigenkapital gemäß § 266 II
HGB aus folgenden Komponenten zusammen:
(1) Gezeichnetes Kapital
(2) Kapitalrücklage
(3) Gewinnrücklage
(4) Gewinnvortrag/Verlustvortrag
(5) Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
Das gezeichnete Kapital hat Nennwertcharakter, es ändert sich nur bei Kapitalerhöhungen oder - herabsetzungen. Bei Aktiengesellschaften wird es als Grundkapital (§ 6 AktG) und bei der GmbH als Stammkapital (§ 5 GmbHG) bezeichnet. Die Kapitalrücklage enthält neben dem gezeichneten Kapital weitere Beträge, die dem Unternehmen von außen zugeführt wurden.
Eigenkapitalkosten
Die Eigenkapitalkosten entsprechen dem Renditeanspruch der Gesellschafter / Eigentümer. Sie können über das Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelt werden.
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity [ROE])
Die Eigenkapitalrentabilität ist eine Kennzahl, die das Verhältnis des Gewinns zum eingesetzten Eigenkapital zeigt. Je höher diese Zahl ist, umso rentabler wirtschaftet ein Unternehmen.
Eigenkapitalrentabilität = (Gewinn bzw. Verlust x 100) / Eigenkapital
Eigenkapitalquote
Diese Kennzahl gibt an, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital des Unternehmens
ist.
Eigenkapitalquote = (Eigenkapital x 100) / Gesamtkapital
Einnahme
Einnahmen sind der monetäre Gegenwert der veräußerten Güter und Dienstleistungen eines Unternehmens, welche zu einer Erhöhung des Geldvermögensbestandes führt, d.h. des Zahlungsmittelbestandes und Bestandes an Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten. Der Gegenbegriff ist die Ausgabe.
Einzahlung
Einzahlung ist ein Begriff aus der Finanzbuchführung, der zu den Grundbegriffen des Rechnungswesens zählt und die Erhöhung der Zahlungsmittel (Bargeld sowie jederzeit verfügbares Bankguthaben) einer Unternehmung erfasst. Der Gegenbegriff ist die Auszahlung. Beispiele für Einzahlungen sind: Barverkauf von Waren, Vorauszahlungen an das Unternehmen oder Aufnahme eines Barkredites. Einzahlungen und Einnahmen können – müssen aber nicht – übereinstimmen.
Einzelkosten
Einzelkosten sind Kosten, die sich unmittelbar einem Kostenträger (z.B. Erzeugnis- oder Leistungseinheit, Produkt) zurechnen lassen. Dies sind meist Kosten von Gütern, die direkt in die Produkte eingehen (Roh- und Hilfsstoffe), sowie direkt in der Produktion z.B. bei der Bedingung einer Maschine anfallen (wie Fertigungslöhne). Der Gegenbegriff sind die Gemeinkosten.
Ertrag
In der Finanzbuchhaltung wird der Ertrag als die Mehrung des Eigenkapitals erfasst. Der Gegenbegriff, das negative Rechenelement, ist der Aufwand.
EVA (Economic Value Added)
EVA bedeutet auf Deutsch so viel wie Wertsteigerung und drückt aus, ob und in welcher Höhe ein Unternehmen Werte geschaffen bzw. vernichtet hat.
Factoring
Factoring bezeichnet den Verkauf von Forderungen aus Lieferung und Leistung vor deren Fälligkeit an eine Factoring-Bank (Factor).
Fair Value
Der Fair Value stellt den Marktwert einzelner Vermögensgegenstände bzw. des gesamten Unternehmens dar. Mit dieser Bewertung zu Marktpreisen wird das Ziel angestrebt, dauerhaft die Vergleichbarkeit von Finanzdaten zu erhöhen und eine bessere, markt- und zeitnahe Information des Bilanzlesers zu gewährleisten. Auf diese Weise sollen die Lücke zwischen Buchwerten und tatsächlich realisierbaren Werten verringert und stille Reserven sowie stille Lasten fortlaufend aufgedeckt werden.
Fakturierung
Nachdem ein Unternehmen eine Ware geliefert oder eine Dienstleistung erbracht hat, muss es dem Kunden eine Rechnung stellen. Dieser Vorgang wird Fakturierung genannt.
Fertigung
Herstellung von Erzeugnissen
Finanzierung
Unternehmen benötigen Kapital, um arbeiten zu können. Finanzierung ist die Beschaffung von Mitteln. Die Finanzierung ist eine Zahlungsreihe, die mit einer Einzahlung beginnt, auf die eine oder mehrere Auszahlungen folgen. Finanzierung kann entweder zur Mehrung des Eigenkapitals (Eigenfinanzierung) oder zur Mehrung des Fremdkapitals (Fremdfinanzierung) führen. Die Mittel können von innen d.h. aus dem Unternehmen (Innenfinanzierung) oder von außen z.B. von neuen Gesellschaftern oder der Bank (Außenfinanzierung) kommen.
Fixe Kosten (Strukturkosten)
Fixe Kosten sind Kosten, die unabhängig von einer kurzfristigen Beschäftigungsänderung bzw. einer Änderung der Ausbringungsmenge sind. Im Gegensatz zur langläufigen Meinung sind fixe Kosten durchaus beeinflussbar – wenn auch nur innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens, der z.B. von Verträgen abhängig ist. Die fixen Kosten werden unterteilt in die absolut fixen Kosten und die sprungfixen Kosten.
Forderungen
An Kunden des Unternehmens gestellte Rechnungen für gelieferte Waren und Dienstleistungen, die von diesen noch nicht bezahlt wurden.
Fremdkapital
Das Fremdkapital eines Unternehmens besteht aus den zeitlich begrenzt überlassenen finanziellen Mitteln der Gläubiger, meist Kredite und ähnliche Verbindlichkeiten. Zusammen mit dem Eigenkapital bildet es das Gesamtkapital des Unternehmens.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten sind die Kapitalkosten, die sich aus der Inanspruchnahme der Fremdmittel ergeben.
Gemeinkosten
Gemeinkosten sind Kosten, die im Gegensatz zu den Einzelkosten den Kostenträger (z.B. Produkten) nicht direkt zurechenbar sind und deshalb mit Hilfe von Verrechnungssätzen oder prozentual auf die einzelnen Kostenträger verteilt werden.
Gesamtkapitalrentabilität (Return on Assets [ROA])
Die Gesamtkapitalrentabilität ist eine Kennzahl, die das Verhältnis des Betriebsergebnisses zum eingesetzten Gesamtkapital zeigt.
Gesamtkapitalrentabilität = (Betriebsergebnis x 100) / Gesamtkapital
Gesamtkostenverfahren
Beim Gesamtkostenverfahren werden sämtliche Kosten eines Geschäftsjahres zusammengezählt und den Umsätzen gegenübergestellt.
Geschäftsbericht
Als Geschäftsbericht wird der jährliche Rechenschaftsbericht einer Aktiengesellschaft oder einer GmbH über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft bezeichnet.
Gewinn
Als Gewinn wird der Überschuss der Erträge über die Aufwendungen bezeichnet.
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist die periodische Erfolgsrechnung durch Gegenüberstellung der Erträge und Aufwendungen eines bestimmten Abrechnungszeitraums. Sie ist Bestandteil des handelsrechtlichen Jahresabschlusses und muss von jedem Kaufmann zum Jahresende erstellt werden. Der ausgewiesene Periodenerfolg, der Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag, muss sich bei Anwendung der doppelten Buchführung in gleicher Höhe aus der Bilanz ergeben. Für interne Zwecke oder entsprechend den Börsenvorschriften (Publizität, Neuer Markt) wird die GuV auch bezogen auf unterjährige Zeitabschnitte (Monat, Quartal, Halbjahr) erstellt und ggf. veröffentlicht. Im Hinblick auf die Unterteilung und den Umfang der ausgewiesenen Aufwendungen, kann zwischen Gesamtkostenverfahren und Umsatzkostenverfahren unterschieden werden.
Goldene Bilanzregel
Die goldene Bilanz- oder Finanzierungsregel besagt, dass das langfristig nutzbare Vermögen ebenfalls mit langfristig verfügbaren Mitteln zu decken ist. Gleiches gilt im Umkehrschluss auch für kurzfristiges Vermögen.
Gross Profit
Englische Bezeichnung für Bruttoergebnis
Grundkapital
Das Grundkapital ist das Nominalkapital bzw. das gezeichnete Kapital einer Aktiengesellschaft (AG). Zusammen mit den Rücklagen stellt das Grundkapital das Eigenkapital der Unternehmung dar. Das Grundkapital muss gemäß § 6 AktG auf EURO lauten und gemäß § 7 AktG mindestens 50.000 EURO betragen. Das Grundkapital wird in der Bilanz auf der Passivseite als erste Position angegeben.
Handelsbilanz
Die Handelsbilanz ist der übliche handelsrechtliche Jahresabschluss. Für die Handelsbilanz setzen Handelsgesetzbuch, die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung (GoB) sowie das Aktiengesetz die Grenzen. Der handelsrechtliche Jahresabschluss umfasst: die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie für Kapitalgesellschaften zusätzlich den Anhang und den Lagebericht.
Herstellkosten
Die Herstellkosten sind eine im Rahmen der Kostenträgerrechnung ermittelte Größe, die sowohl die Materialkosten als auch die Fertigungskosten umfasst. Die in der Kostenrechnung (internes Rechnungswesen) berechneten Herstellkosten sind von den Herstellungskosten der Bilanz zu unterscheiden.
Herstellungskosten
Die Herstellungskosten sind alle Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung von Wirtschaftsgütern entstehen. Die dienen als Bewertungsmaßstab in der Handels- und Steuerbilanz für selbsterstellte Vermögensgegenstände. Gemäß § 255 II HBG gehen in die Herstellungskosten die Aufwendungen ein, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten für die Herstellung eines Vermögensgegenstandes, seine Erweiterung oder für eine über seinen ursprünglichen Zustand hinausgehende Verbesserung entstehen. Kalkulatorische Kosten, die nicht deckungsgleich mit den Aufwendungen sind, dürfen im Unterschied zu den Herstellkosten nicht berücksichtigt werden.
Hurdle Rate
Hurdle Rate ist diejenige Zielrendite bzw. Mindestverzinsung (siehe WACC), die erreicht bzw. übersprungen werden muss, damit sich eine Investition lohnt oder ein Unternehmen Wert schafft.
IASB (International Accounting Standards Board)
Das International Accounting Standards Board ist die Organisation, welche die International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt und regelmäßig ergänzt.
IFRS (International Financial Reporting Standards)
Die IFRS sind die internationalen Rechnungsgrundsätze für europäische börsennotierte Unternehmen, die vom IASB aufgestellt und regelmäßig ergänzt werden.
Illiquidität
Illiquidität ist das Gegenteil von Liquidität und bezeichnet den Zustand eines Unternehmens fällige Forderungen dauerhaft nicht mehr erfüllen zu können.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Immaterielle Vermögensgegenstände sind Patente, Lizenzen, Rezepturen, Produktionsverfahren, Software, Verwertungsrechte für Filme und Tonträger, Werbemaßnahmen, der Firmenwert oder andere ähnliche Werte, soweit diese die Kriterien eines Vermögensgegenstandes erfüllen.
Interest
Englische Bezeichnung für Zinsen
Inventar
Inventar ist das Verzeichnis, das die im Rahmen einer Inventur ermittelten Vermögensgegenstände und Schulden detailliert nach Art, Menge und Wert enthält.
Inventur
Inventur ist die Tätigkeit der Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden zum Bilanzstichtag. Die Ergebnisse der Inventur sind in einem Bestandsverzeichnis (Inventar) festzuhalten.
Investition
Aus Sicht des Unternehmers ist eine Investition eine zielorientierte Verwendung von Kapital. Sie ist eine Zahlungsreihe, die mit einer Auszahlung beginnt, auf die eine oder mehrere Einzahlungen folgen.
Investitionsrechnung
Zur Unterstützung der Investitionsentscheidung, wird eine Investitionsrechnung durchgeführt, da es sich gewöhnlich zwischen mehreren Investitionsalternativen zu entscheiden gilt. Die Investitionsrechnung hilft, die Vorteilhaftigkeit eines Investitionsprojektes oder mehrerer Investitionsalternativen zu beurteilen.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss ist ein Instrument der handelsrechtlichen Rechnungslegung, das gemäß § 242 HGB für alle Kaufleute aus einer Bilanz und GuV besteht. Bei Kapitalgesellschaften und Unternehmen, die dem Publizitätsgesetz (PublG) unterliegen, kommt zusätzlich als dritter Bestandteil der Anhang hinzu.
Jahresabschlussanalyse
Die Jahresabschlussanalyse (auch Bilanzanalyse) befasst sich mit der Untersuchung von Unternehmen hinsichtlich ihrer gegenwärtigen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation auf der Basis des Jahresabschlusses (Bilanz und GuV ggf. Anhang und Lagebericht). Im Rahmen der Jahresabschlussanalyse werden verschiedene Kennzahlen ermittelt die Auskunft über die Rentabilität, die Liquidität, das Vermögen, die Finanzierung usw. geben.
Jahresüberschuss / -fehlbetrag
Der Jahresüberschuss / -fehlbetrag ist eine Ergebnisgröße in der handelsbilanziellen Gewinn- und Verlustrechnung, die nach Berücksichtigung aller Erträge und Aufwendungen verbleibt.
Just-in-Time
JIT ist eine Form der Logistik, bei der die Anlieferung von Material fertigungssynchron erfolgt, d.h. die Produktionsfaktoren, meist nur Wertstoffe, sollen erst zum Zeitpunkt des Produktionseinsatzes angeliefert werden.
Kalkulation
Die Aufgabe der Kalkulation besteht ganz allgemein darin, die Kosten zu ermitteln, die auf eine erzeugte Leistungseinheit entfallen. Diese ermittelten Kosten dienen als Grundlage für die Bestimmung von Angebotspreisen und Make-or-buy-Entscheidungen.
Kalkulatorische Kosten
Kalkulatorische Kosten sind Kosten, denen kein Aufwand oder ein Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht.
Kalkulationsverfahren
Es lassen sich zwei Gruppen, die Divisionskalkulation und Zuschlagskalkulation, unterscheiden.
Kalkulationszinsfuß
Der Kalkulationszinsfuß ist die Mindestverzinsungsanforderung des Investors an ein Investitionsprojekt. Bei der Festlegung des Kalkulationszinsfußes werden die Finanzierungsverhältnisse und die erwarteten Risiken betrachtet.
Kapital
(1) Volkswirtschaftlich einer der drei elementaren Produktionsverfahren neben Arbeit und Boden
(2) Betriebswirtschaftlich sowohl im Sinne von Finanzierungsmittel (Eigenkapital und Fremdkapital)
als auch im Sinne von investierten Mitteln (Real- und Geldkapital) definiert Kapitalbindung Diese Kennzahl drückt aus, wie langfristig die Vermögensgegenstände eines Unternehmens nicht freigesetzt werden können. Die Kapitalbindungsdauer drückt die aus einer getätigten Investition verursachten Ausgaben aus, die noch nicht durch erwartete Einnahmen gedeckt (Amortisation) sind. Eine hohe Kapitalbindung ist zum Teil brachenbedingt bei sehr anlagen- bzw. maschinenintensiven Produktionen zu beobachten.
Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung ist ein Instrument zur Abbildung der Zahlungsströme in einem Unternehmen.
Kapitalgesellschaft
Eine Kapitalgesellschaft ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit und eigener Steuerpersönlichkeit (Körperschaftssteuer). Die daran Beteiligten (Anteilseigner, Aktionäre) beziehen Einkünfte aus Kapitalvermögen. Die häufigsten Kapitalgesellschaften sind GmbHs und Aktiengesellschaften.
Kapitalkosten
Kapitalkosten sind die Kosten für das im Unternehmen eingesetzte Kapital. Sie werden aus der Finanzierungsstruktur,
d.h. aus der Passivseite der Bilanz, abgeleitet.
Kapitalkostensatz
Der Kapitalkostensatz (KKS) ist der prozentuale Verzinsungsanspruch der Kapitalgeber (Investoren). Er orientiert sich an einer vom Risiko vergleichbaren Verzinsung am Kapitalmarkt (Opportunitätskostengedanke).
Kapitalumschlagshäufigkeit
Diese Kennzahl zeigt auf, wie häufig das eingesetzte Kapital durch den Umsatzprozess umgeschlagen wurde.
Kapitalumschlagshäufigkeit = Umsatzerlöse / Gesamtkapital
Kapitalwert und Kapitalwertmethode
Die Kapitalwertmethode, auch Barwertmethode genannte, zinst sämtliche Zahlungsströme auf den Anfangszeitpunkt einer Investition also auf den Zeitpunkt t = 0 ab und ermittelt so den Kapitalwert (Net Present Value).
Kennzahlen
Kennzahlen sind im Rahmen einer Finanz- bzw. Bilanzanalyse ermittelte quantitative Größen zur Beurteilung der Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage eines Unternehmens.
Kommunikationspolitik
Unter Kommunikationspolitik werden Ziel- und Maßnahmenentscheidungen zur einheitlichen Gestaltung aller das Produkt betreffenden Informationen verstanden. Es geht darum, ein eine einheitliche Unternehmenskommunikation zu gestalten und sich in der Öffentlichkeit mit einem einheitlichen Erscheinungsbild zu präsentieren. Wesentliche Instrumente der Kommunikationspolitik sind Werbung, Verkaufsförderung, Messen, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit sowie Markenpolitik und Corporate Identity.
Kosten
Kosten sind der leistungsgerecht bewertete Verbrauch an Gütern und Dienstleistungen.
Kostenarten
Die Kosten eines Unternehmens werden allgemein in Kostenarten getrennt. Fast alle Kosten lassen sich den folgenden fünf Hauptgruppen zuordnen: Materialkosten, Personalkosten (Löhne und Gehälter), K sten für Fremdleistungen (z.B. Reparaturleistungen), kalkulatorische Kosten (z.B. kalkulatorische Abschreibungen), Steuern und Abgaben. Es gibt Kosten, die unabhängig von der Beschäftigung sind (Fixe Kosten) und solche, die davon abhängig sind (Variable Kosten).
Kostenrechnung
Die Kostenrechnung ist Teil des internen Rechnungswesens, die sich mit der systematischen Erfassung und Auswertung der innerhalb einer Abrechnungsperiode entstandenen Kosten beschäftigt.
Kostenstellen
Eine Kostenstelle ist ein für Zwecke der Kostenrechnung abgegrenzter überschaubarer betrieblicher Verantwortungsbereich, für den Kostenbe- und -entlastungen sachbezogen und nachvollziehbar durchgeführt werden.
Kostenträger
Die Kostenrechnung soll die Kosten den Kostenträgern verursachungsgerecht zurechnen. In der Kostenträgerrechnung werden die Kosten in direkt zurechenbare (Einzelkosten) und nicht direkt zurechenbare Kosten (Gemeinkosten) unterschieden. Die Gemeinkosten werden über einen bestimmten Verteilungsschlüssel den Kostenträgern
zugerechnet.
Leverage-Effekt
Der Leverage-Effekt (englisch: leverage = Hebel) kommt aus der Begriffswelt der Kapitalstrukturregeln. Diese Regeln befassen sich mit der idealen Zusammensetzung von Eigen- und Fremdkapital. Der Leverage bezeichnet die Abhängigkeit der Rentabilität des Eigenkapitals vom Anteil der Fremdfinanzierung. Ein positiver Leverage-Effekt tritt ein, wenn die Rentabilität des Gesamtkapitals größer ist als der Fremdkapitalzins.
Leistung
Leistung ist die sachzielbezogene bewertete Gütererstellung eines Unternehmens in einer Rechnungsperiode.
Liquidität
Liquidität bezeichnet die Verfügbarkeit des Unternehmens über flüssige Mittel. Ist ein Unternehmen in der Lage, seine Verbindlichkeiten zu bezahlen, so ist es liquide. Liquidität ist also eine Kennziffer, die die Zahlungsbereitschaft eines Unternehmens ausdrückt.
Marketing
Marketing ist das auf den Markt hin orientierte Denken und Handeln im Unternehmen.
Marketingmix
Als Marketingmix wird der Einsatz absatzpolitischer Instrumente, die von einem Unternehmen zur Erreichung seiner marktorientierten Ziele in unterschiedlichen Kombinationen (Mix) verwendet werden, bezeichnet.
Markt
Markt ist der Ort, wo Angebot und Nachfrage nach Gütern und Leistungen aufeinander treffen.
Marktanteils-/Marktwachstumsportfolio
Das Marktanteils-/Marktwachstumsportfolio (auch BCG-Matrix) ist ein Portfolio, welches im strategischen Management eingesetzt wird, um strategische Geschäftseinheiten (SGE) nach den Kriterien relativer Marktanteil und Marktwachstum in eine Matrix einzuteilen.
Nennwert
Als Nennwert (auch Nominalwert) wird der Betrag bezeichnet, auf den ein Wertpapier ausgestellt bzw. der auf dem Wertpapier aufgedruckt ist. Die Summe der Nennwerte aller Aktien bzw. GmbH-Anteile einer Aktiengesellschaft (AG) bzw. einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) stellt deren Grund- bzw. Stammkapital dar.
Net Present Value
Siehe Kapitalwert bzw. Barwert
Net Profit
Englischer Begriff für Jahresüberschuss bzw. Bilanzgewinn
Nutzungsdauer
Unter Nutzungsdauer wird der Zeitraum verstanden, in der ein Wirtschaftsgut oder Vermögensgegenstand dem Betrieb voraussichtlich zur Verfügung steht.
Operating Profit
Englischer Begriff für Betriebsergebnis
Operatives Geschäft
Operative Geschäfte sind diejenigen Tätigkeitsfelder eines Unternehmens, die seinem eigentlichen Zweck entsprechen und mit denen es Gewinn erzielen möchte.
Passiva
Die Passiva stehen auf der rechten Seite der Bilanz, auf der die Mittelherkunft, das Kapital, des Unternehmens aufgelistet wird. Es wird zwischen Eigen- und Fremdkapital unterschieden.
Passivtausch
Als Passivtausch werden Buchungen auf einem Bestandskonto bezeichnet, die nur eine Seite der Bilanz, nämlich die Passiva, ändern. Beim Passivtausch nimmt ein Passivposten zu und gleichzeitig ein anderer in gleicher Höhe ab. Beispiel für Passivtausch: Erhöhung des Eigenkapitals aus Rücklagen.
Planspiele
Planspiele sind Modelle, mit denen komplexe Zusammenhänge in einfacher Form dargestellt werden können. Mit dieser didaktischen Methode, die in abstrakter aber doch realitätsnaher Weise Abläufe und Zielkonflikte simuliert, sammeln die Teilnehmer nach dem Prinzip „Learning by Experimenting“ in sehr kurzer Zeit und ohne Risiken nachhaltig Erfahrungen.
Preispolitik
Die Preispolitik ist eines der vier Hauptinstrumente der Marketingpolitik. Sie beinhaltet sämtliche Möglichkeiten der Preisgestaltung einschließlich der Preisnachlässe und Sondervereinbarungen.
Produktlebenszyklus
Als ein phasenorientiertes Marktreaktionsmodell stellt der Produktlebenszyklus die Absatz- bzw. Umsatzentwicklung eines Produktes über einen variablen Zeitablauf dar. Dabei wird von einem sförmigen Verlauf der insgesamt vier Phasen – Einführung, Wachstum, Reife und Degeneration - ausgegangen.
Produktpolitik
Die Produktpolitik ist Teil des absatzpolitischen Instrumentariums des Marketings. Zu den Aufgaben der Produktpolitik gehören die Entwicklung neuer Produkte (Produktinnovation), die Produkt- und Verpackungsgestaltung, die Produktdifferenzierung und –variation sowie die Produkteliminierung.
Rechnungslegung
Rechnungslegung bezeichnet die Dokumentation des betrieblichen Geschehens sowohl für externe Zwecke, insbesondere der Handels- und Steuerbilanz, als auch im Rahmen interner Aufgabenstellungen, u.a. Kostenrechnung sowie Unternehmens- und Finanzplanung.
Rentabilität
Eine der bedeutendsten Kennzahlen zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens, in dem der Gewinn in Relation zum eingesetzten Kapital (Investment) gesetzt wird. Abhängig von der Art des eingesetzten Kapitals (Eigenkapital, Fremdkapital) lassen sich verschieden Rentabilitätskennziffern unterscheiden.
Return on Investment (ROI)
Return on Investment ist eine betriebliche Kennzahl zur Beurteilung der Rentabilität eines Unternehmens.
ROI = Umsatzrendite x Kapitalumschlag
ROA (Return on Assets)
Siehe Gesamtkapitalrentabilität
ROCE (Return on Capital Employed)
International tätige Unternehmen verwenden den ROI häufig in Form des Return on Capital Employed. Diese Kennzahl ergibt sich, indem der Operating Profit (= Betriebsergebnis) in Beziehung zu dem im betrieblichen Bereich investierten Kapital (Capital Employed) gesetzt wird.
ROCE = Gewinn / Capital Employed
ROE (Return on Equity)
Siehe Eigenkapitalrentabilität
Rücklagen
Rücklagen sind ein Bestandteil des Eigenkapitals. Dabei wird entsprechend dem Ausweis in der Bilanz in offene Rücklagen und stille Rücklagen (Reserven) unterschieden. Offene Rücklagen als eigenständige Bilanzposition werden nur bei Kapitalgesellschaften gezeigt. Personengesellschaften und Einzelunternehmen kennen diese Eigenkapitalposition nicht, da hier die nicht ausgeschütteten Gewinne den Eigenkapitalkonten zugeschrieben werden. Die Rücklagen bei Kapitalgesellschaften setzen sich gem. § 266 II HGB wie folgt zusammen:
(1) Kapitalrücklage
(2) Gewinnrücklage.
In die Kapitalrücklage gehen die von den Anteilseignern über das Nominalkapital (Gezeichnetes Kapital) hinaus von außen zugeführten Eigenkapitalbeträgen ein. Die Gewinnrücklagen umfassen die Teile, die aus im Unternehmen erwirtschafteten Gewinnen in die Rücklagen eingestellt wurden.
Rückstellungen
Rückstellungen sind Verpflichtungen, die dem Grunde und/oder der Höhe sowie dem Zeitpunkt nach noch nicht sicher feststehen. Rückstellungen werden u.a. für Pensionen, Garantien, Kulanz und Risiken aus schwebenden Geschäften (z.B. Währungsschwankungen) gebildet.
Shareholder
Englischer Begriff für Anteilseigner bzw. Aktionär
Shareholder Value
Der Sharholder Value ist definiert als der Marktwert des Eigenkapitals. Mit dem Shareholder-Value-Ansatz wird untersucht, ob es dem Management eines Unternehmens gelingt, unter Berücksichtigung des bestehenden Geschäfts und unter Beachtung der zur Erhaltung der Marktposition notwendigen Investitionen neben einer angemessenen Verzinsung seines Kapitaleinsatzes auch den Unternehmenswert von einer zur nächsten Periode zu erhöhen.
Skonto
Beim Skonto handelt es sich um einen prozentual berechneten Preisnachlass bei sofortiger bzw. innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums geleisteter Zahlung des Kunden.
Stakeholder
Stakeholder sind Koalitionspartner und Anspruchsnehmer (bspw. Anteilseigner, Kunden, Banken, Sponsoren, Staat), deren Interessen das Unternehmen mitberücksichtigen muss. Bekannt geworden ist in den letzten Jahren hingegen der Begriff Shareholder als Teil der Stakeholder, denen im Rahmen einer wertorientierten, den Investorenzielen gerecht werdende Unternehmensführung viel Beachtung geschenkt wurde.
Steuern
Steuern sind Geldleistungen, die nicht Gegenleistung für eine besondere Leistung sind und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft.
Steuerbilanz
Als Steuerbilanz wird die nach steuerrechtlich (hauptsächlich einkommenssteuerlich) modifizierte Handelsbilanz bezeichnet.
Stille Reserven
Stille Reserven sind der Unterschiedsbetrag zwischen dem (oft fiktiven) Verkaufspreis (Gemeiner Wert) und dem Wert, mit dem das betreffende Wirtschaftsgut in der Bilanz steht.
Strategie
Unter Strategie werden langfristig geplante Verhaltensmuster der Unternehmen verstanden, mit denen das Unternehmen seine Position am Markt festigen, neue Wettbewerbsvorteile erlangen und seinen langfristigen Erfolg sichern will. Sie bestimmen die grundsätzliche interne und externe Richtung der Unternehmensentwicklung.
Target Costing
Das Target Costing ist ein Werkzeug des Kostenmanagements. Im Gegensatz zur klassischen Kostenrechnung (Preisgestaltung aufgrund der entstandenen Kosten und der gewünschten Gewinnspanne) berücksichtigt das Target Costing, dass es in wettbewerbsintensiven Märkten zu Kosten- und Preisdruck kommen kann. Das kann dazu führen, dass der über die Kosten ermittelte Preis zu Lasten der Gewinnspanne reduziert werden muss.
Taxes
Englischer Begriff für Steuern
Tilgung
Tilgung ist die vertraglich vereinbarte Ab- bzw. Rückzahlung einer Schuld.
Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen ist keine einheitliche Vermögensmasse. Es umfasst die Vermögensteile, die nur kurz im Betrieb verbleiben. Es können Vorräte, Forderungen, Wertpapiere und flüssige Mittel unterschieden werden.
Umsatz
Umsatz ist die Summe der mit den Verkaufspreisen bewerteten Absatzmengen oder Dienstleistungen eines Unternehmens während einer Abrechnungsperiode. Er wird im Rahmen der handelsrechtlichen GuV der Kapitalgesellschaften als so genannte Umsatzerlöse bezeichnet und stellt i.d.R. die erste Position in der GuV gemäß § 275 HGB dar.
Umsatzkostenverfahren
Beim Umsatzkostenverfahren werden Erfolg oder Verlust eines Wirtschaftsjahrs durch den Vergleich der Umsatzerlöse mit den Herstellkosten der verkauften Erzeugnisse ermittelt. Den Umsatzerlösen werden nur die Herstellkosten gegenübergestellt, die ursächlich für die Umsätze waren. Ob das Unternehmen auf Lager produziert hat oder ob zusätzliche Bestände aus früheren Geschäftsjahren verkauft wurden, ist dabei gleichgültig.
Umsatzrendite (Return on Sales [ROS])
Eine Kennzahl, die das Verhältnis des Gewinns zu den Umsatzerlösen darstellt. Sie zeigt, welcher Teil der Umsatzerlöse als Gewinn im Unternehmen verbleibt.
Unkosten
Unkosten ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Kosten, besonders auch für vermeidbare oder unvorhergesehene Kosten, sowie für Ausgaben. Dieser Begriff wird in der Betriebswirtschaftslehre nicht verwendet.
US – GAAP (Generally Accepted Accounting Principles)
US-GAAP ist eine Rechnungsmethode, die dem US-Standard entspricht. Unternehmen, die auf dem US-amerikanischen Markt expandieren, stellen ihre Buchhaltung auf US-GAAP um. Dadurch genügen die Geschäftsberichte dieser Unternehmen den rechtlichen Grundlagen der Wirtschaftskontrolle in den USA.
Variable Kosten
Variable Kosten sind Kosten, deren Entstehung und Höhe abhängig von der Beschäftigung sind. Die variablen Kosten werden unterteilt in Kosten, die proportional, progressiv oder degressiv verlaufen.
Value
Englischer Begriff für Wert
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten bestehen aus noch nicht bezahlten Rechnungen von Lieferanten und Dienstleistern, Krediten und ähnlichen Schulden. Sie werden in der Bilanz als Fremdkapital ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Offene Lieferantenrechnungen
Verlust
Als Verlust wird der Überschuss der Aufwendungen über die Erträge bezeichnet.
Vertrieb
Der Vertrieb ist der Unternehmensbereich, der für den Absatz von Produkten und Leistungen verantwortlich ist. Damit ist dies der Unternehmensbereich, der unmittelbar mit dem Markt verbunden ist und die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden darstellt.
Vorräte
Vorräte umfassen gelagerte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Ersatzteile, halbfertige und fertige Erzeugnisse.
Werbung
Werbung ist eine zielgerichtete Strategie, Interesse für ein Angebot zu wecken. Sie bedient sich dazu sehr unterschiedlicher Methoden (z.B. Werbespots in Funk und Fernsehen, Plakatwerbung, Mailings sowie Anzeigen).
WACC (Weighted Average Cost of Capital)
Der Weight Average Cost of Capital (WACC) ist ein Ansatz zur Ermittlung der Kapitalkosten als Durchschnitt aus dem Zinssatz auf das in der Bilanzstruktur ausgewiesene Fremdkapital und der Verzinsung des Eigenkapitals.
Wertbeitrag
Siehe EVA
Work in Progress
Englischer Begriff für unfertige Erzeugnisse bzw. Leistungen
Working Capital
Das Working Capital stellt das im Leistungserstellungsprozess gebundene oder auch arbeitende Kapital dar.
Working Capital Management
Das Working Capital Management setzt sich mit der Optimierung der Kennzahl Working Capital auseinander. Ziel ist es eine optimierte Lagerhaltung und Produktpalette sowie ein gut funktionierendes Forderungs- und Kreditorenmanagement zu gestalten, Kapital möglichst effizient im Unternehmen einzusetzen.
Wertpapier
Ein Wertpapier ist eine Urkunde, in der ein privates Vermögensrecht so verbrieft ist, dass zur Ausübung des Rechts der Besitz an der Urkunde erforderlich ist (z.B. Lagerschein, Frachtbrief und Aktien)
Zahlungsziel
Das Zahlungsziel ist der vertraglich vereinbarte Zeitpunkt, bis zu dem ein Schuldner spätestens seine Verbindlichkeiten beglichen haben muss. Im Inlandsgeschäft beträgt das Zahlungsziel in der Regel 30 Tage nach Erhalt der Rechnung. Wird vor dem Zahlungsziel gezahlt, darf der Schuldner zumeist Skonto abziehen.
Zins
Preis für die Überlassung von Kapital, der sich in Abhängigkeit von der Überlassungsdauer und der Höhe der Kapitalüberlassung sowie dem Zinsfuß berechnet.
Glossar*
(* vgl. im folgenden Prof. Dr. Schneck, Ottmar (Hrsg.): „Lexikon der Betriebswirtschaft“)